Big Bang Theorie Staffel 1 und 2 - Einfach Großartig!

Natürlich sagte man schon lange und wiederholt zu mir, ich solle mir die Serie doch endlich mal anschauen. Nun lagen die ersten beiden Staffel wohlsortiert als DVD-Boxen vor mir im Regal meines Freundes und ich habe dies als Wink des Schicksals genommen, mich in das durchgeknallte Sitcom-Nerd-Universum von Sheldon, seinen Kumpels Leonard, Howard und Raj, sowie der blond-blöden (oder nur ganz normalen?) Nachbarin Penny zu begeben. Und alle hatten Recht: Es gefällt mir. Und das, obwohl ich sonst keine Sitcoms mag.

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Vermutlich verstehe ich nicht einmal die Hälfte aller Anspielungen und Querverweise in die Welt der Quantenphysik und dem kulturellen Kanon der Nerds  (trotz meiner Affinität zu Star War und Star Treck, der Lektüre von Stephen Hawkings und einem Buch über String-Theorie sowie einem Buch von Rudy Rucker, zu der Frage, wie an sich die vierte Dimension vorstellen soll, wenn das nicht die Zeit ist), aber mir reicht es, um mich großartig zu amüsieren.

Vor Lachen halten konnte ich mich nicht mehr als Sheldon von Penny zu Weihnachten eine Serviette von Leonard Nimoy bekommt. Völlig unverständlich für Penny ist, dass ihm die Unterschrift auf der Serviette weniger bedeutet als die DNA.

Hochachtung vor dem Text in der Szene mit dem Nerd-Schick-Schnack-Schnuck.

Ja, das hat wohl länger gedauert:

Ich liebe den Running-Gag, wenn Sheldon an Penny’s Tür klopft :… Penny?! Penny?! Penny?! Besonders schön in dieser Variante:

Was ein fieses 90er-Porno- Interieur hat eigentlich Howard?

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Der WG-Duschvorhang. Ein Träumchen.

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Und ich freue mich natürlich besonders über den Gastauftritt von Summer Glau in der zweiten Staffel:

Was ein unglaublich gut gestrickter Charakter ist die Mutter von Leonard? Ich schmeiß mich weg und sage nur:„I have to urinate“

Also, die Serie hat keine Hänger, die Gags sind auf dem Punkt und die Art wie Jim Parsons seinen Charakter spielt, überstrahlt die kleinen Schwächen der anderen Darsteller. Die Detailversessenheit und die Anspielungen, von denen ich (um es noch einmal zu sagen)sicher nicht einmal einen Bruchteil verstehe, sind unsagbar köstlich, und im besten Sinne stereotyp auf den Punkt gebracht. Gute Gags, die nicht platt sind, weil sie eingebunden sind in den kulturellen Kontext einer Gruppe hochbegabter Nerds, an der Spitze der Asperger Sheldon. Wirklich groß.

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Downtown Abbey, Staffel 1

 Mein Freund ist ein Jäger und brachte neulich von einer Tour die DVD-Box mit. Da ich gerade krank in seinem Bett liege, habe wir uns an die „Arbeit gemacht“ und die erste Staffel durchgeschaut.

Natürlich besticht die Serie erst einmal durch die großartige Ausstattung. Sehr zu meinem Amüsement hatten auch die Macher von Downtown Abbey Schwierigkeiten mit der Küche, wie im Making Off erläutert wird. Es erwies sich wohl als annehmbar schwierig ein komplett eingerichtetes Haus im Stil der Zeit zu finden, aber als unmöglich eines mit einer Küche im Original aufzutreiben. Das wäre mir nicht weiter aufgefallen, hätte ich nicht am Tag zuvor „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ geschaut, wo bei den Bonusracks genau das gleiche Problem erläutert wurde. Logisch eigentlich, denn in einem stilvoll veralteten Interieur zu leben ist schick, aber einen Herd mit Kohle oder Holz anzuheizen eher uncool.

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Die Serie besticht durch ihre Komplexität. Der Cast ist riesig, denn wir haben oben im fiktiven Familien-Sitz Downton Abbey die Crawley-Familie des Grafs und der Gräfin von Grantham (seine Mutter und die drei Töchter) und den Kreis von wechselnden aristokratischen Besuchern. Um die Familie herum wuselt ein Stab von Hausangestellten ( Butler, der neue Valet John Bates, diverse Zimmermädchen und die Küchenbelegschaft).

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Quelle: http://www.google.de/imgres?q=downton+abbey&hl=de&newwindow=1&client=firefox-a&hs=QsN&sa=X&rls=org.mozilla:de:official&biw=1268&bih=595&tbs=isz:m&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=5FatxqH-7ogH5M:&imgrefurl=http://downtonabbeypics.blogspot.com/&docid=P_v__3wSAZ28 iM& imgurl=http://2.bp.blogspot.com/-o5sNkdYLIGo/Tf9VbzL5nYI/AAAAAAAAAbI/XI4VMzUQJZA/s1600/DowntonAbbey.jpg&w=625&h=501&ei=Kx9rT7K0FY_NswbD3Ny7Ag&zoom=1&iact=rc&dur=317&sig=106164422381655404570&page=1&tbnh=111&tbnw=138&start=0&ndsp=21&ved=1t:429,r:0,s:0&tx=59&ty=48

Der Plot ist einfach, wie einleuchtend, denn die die Crawleys haben nur Töchter und der Familienbesitz soll in der Familie bleiben, wie es sich gehört. Dummerweise sinkt mit der Titanic auch der Verlobte der ältesten Tochter und es muss nach einer neuen Lösung gesucht werden.

Die Komplexität ergibt sich aus Dichotomien und Verstrickungen innerhalb der Aristokraten und der Dienstbotenschaft, sowie sich in einander verflechtenden Geschichten zwischen „oben“ und „unten“.  Neben der Klassenzugehörigkeit bilden folgende Gegensätze Ausgangspunkte für die Storylines:

-          Männer – Frauen

-          Tradition – Moderne

-          Jung – Alt

-          Gesundheit – Krankheit / Versehrtheit

-          Gut – Böse

Natürlich werden Intrigen gesponnen und die Motivationen hinter eben diesen sind wirklich sehr logisch  gezeichnet, so dass sie nicht in der historischen Ferne verbleiben, sondern eben einfach menschlich sind. Damit bleibt Downton Abbey kein reines Kostümdrama, das hübsch anzuschauen ist, sondern wird zu einem Abbild menschlicher Irrtümer, emotionalen Verirrungen und Trieben, Hoffnungen und Träumen und das alles vor der wunderschönen Kulisse des Familiensitzes Downton Abbey alias Highclere Castle.

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Heute mal ein Film-Verriss : Tree of Life

Jgeibgja

Dank eines lieben Freundes durfte ich gestern mit einer Freikarte ins englischsprachige Kino marschieren und habe dafür das Frauentraining geschwänzt (Asche auf mein blondes Haupt). Ich war völlig unvorbereitet, denn ich hatte den Namen des Films wieder vergessen (verfrühte Altersdemenz). Als ich ihn auf meiner Eintrittskarte las, erinnerte ich mich, dass ich im Zusammenhang mit Cannes von ihm gehört hatte und dass Brat Pitt mitspielt. Deshalb wurde ich ziemlich unvorbereitet von dem Werk getroffen, erschlagen und verwirrt. Ich gestehe, ich habe den Film nicht verstanden. Schon der zweite Film in kurzer Zeit, den ich nicht verstehe (der andere war „Synecdoche, New York“) und ich möchte wagen zu behaupten, das liegt nicht an mir.

„Tree of Life“ ist ein Zweistunden-Ding, das vordergründig den Tod eines Menschen beschreibt und dabei klassische Fragen des Erwachsenwerdens aufgreift: Grenzen erfahren, die Welt entdecken, Wahrnehmung des eigenen Körpers, Nähe und Distanz zu Mutter und Vater, der Versuch Sinn in den Dingen, die geschehen, zu finden, sich ausprobieren, erste flüchtige sexuelle Gefühle, Liebe, usw.. Das hätte man kürzer machen können, denn jeder Text wird durchs Kürzen besser, besonders dieser. Dieser Film entzieht sich einer klassischen Dramaturgie und das ist ja eigentlich eine nette Idee, aber so wie dieser Film das tut, geht das für mich nicht. Diese dicken Universums-Ursuppen-BBC-Blue-Planet-Visualisierungen wären als Wandtapete oder hochwertiger Print in einer Edelkifferbude sicher angemessen, aber in diesem Film gaben sie Anlass zum fremdschämen. Ich fühlte mich schwer an Kubricks „2001“ und Godfrey Reggios „Koyaanisquatsi“ erinnert, wobei diese beiden Filme mich so sehr geprägt haben, dass „Tree of Life“ den beiden nicht gerecht werden kann.

Was mich wirklich geärgert hat, war das übertrieben auserwählte Interieur. Hin und wieder ein Designklassiker ist ja ganz hübsch, aber das hier ist mir wirklich zu durchgestylt. Die Sequenzen mit Sean Penn in diesem Postmodernen Architektursupergau sind dazu noch so bedeutungsschwanger, dass es weh tut.

Apropos bedeutungsschwanger: Kommen wir zur Musik. Zum zweiten Mal in zwei Tagen, treffe ich auf ein Werk, indem Musik als plakatives Zitat eingesetzt wird. Ich musste unweigerlich an Lautmalerei und Programmmusik denken (wie schön, dass wir wirklich mehrfach Hector Berlioz, den Godfather of Programmmusik, zu hören bekommen). Der übermächtige und hilflose Vater spielt im Gottesdienst an der Orgel natürlich nichts anderes als die „Toccata und Fuge in D-Moll“ (die übrigens angeblich nicht von Bach ist, wie meine Musikwissenschaftlerkollegen bewiesen haben wollen). Zu Hause intoniert er was aus dem „Wohltemperierten Klavier“, das wunderbar zur Züchtigung des Sohnes passt, der während der Musik die Fliegentür fünfzigmal leise schließen muss. Das ist wirklich  zu simpel und deshalb peinlich. Hätte wirklich nur noch gefehlt, dass Sean Penn in diesen Wüstensequenzen einen Knochen findet, ihn gen Himmel schmeißt und wir „Also sprach Zarathustra“ hören. Ich habe da noch ein paar schöne Ideen, falls Herr Malick da was braucht. Ich bin ja vom Fach.

Hier eine Liste der Stücke: http://blogs.indiewire.com/theplaylist/archives/music_list_all_37_songs_features_in_terrence_malicks_the_tree_of_life/

Was mir wirklich den Atem geraubt hat (und das endlich mal im positiven Sinn), ist die Schönheit, Anmut und der Stil der Mutter. Diese Hochsteckfrisuren, das leichte Make Up und die wunderschönen Kleider haben mich wirklich inspiriert und ich kann nicht umhin mir heute einen Dutt zu machen.

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Also, irre Idee, starke Schauspieler, spannende Dramaturgie und verstörende Kamera, aber eben einfach zu viel des Guten. Wie schön, dass ich danach auf meinem Fahrrad durch die endlich regenfreie und laue berliner Sommernacht fahren konnte: mit „Yann Tiersen“ und „Apparat“ auf dem Ohr, laut immer neue Melodien singend, den Fernsehturm vor Augen und den frischem Wind auf der Haut.

 

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Games of Thrones: Nikolaj Coster-Waldau is back!

"Game of Thrones" habe ich empfohlen bekommen und war schon bei den ersten Aufnahmen begeistert von der Ästhetik.
Sehr zu meiner Freude spielt Nikolaj Coster-Waldau eine wichtige Rolle. Er ist mir schon in "New Amsterdam" aufgefallen.

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Hierzu damals mein erster Beitrag:

http://serienkiller.posterous.com/mannerbilder

Ebenfalls zu sehen sind abgöttisch schöne Lena Headey und, der jetzt scheinbar auf Kostümfilme festgelegte, Sean Bean.
Aber es gibt auch Überraschungen, wie Harry Lloyd:

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Weitere Infos zur Serie
bei HBO: http://www.hbo.com/game-of-thrones/index.html
Imdb: http://www.imdb.de/title/tt0944947/

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Vorbereitung auf "Lie To Me"

Ich habe vor einigen Monaten "Lie To Me" angefangen und fand die Serie nicht sehr spannend. Immer noch besser als "The Mentalist" (http://serienkiller.posterous.com/the-mentalist-ein-australisches-lacheln-tragt), doch nicht spannend genug, um weiter zu schauen. So dachte ich mir, etwas gute Vorbereitung mag nützlich sein und ich studiere fleißig Herrn Ekman, seines Zeichens Mimik-Forscher und Vater der Hauptfigur. Einarbeitung in Körpersprache ist wohl auch nützlich.

Literatur:


http://www.community.fox.com/drpaulekman/blog/page/15?per_page=10

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In Treatment, Staffel 2: Nur die Harten kommen in den Garten

Was eine Staffel! Ich muss gestehen, ich bin schwer beeindruckt. Es gab kaum eine Folge, die mich nicht zu Tränen gerührt oder in eine 10-minütige Verarbeitungs-Starre versetzt hätte.  Die Musiken, die den Abspann füllen, laden dazu ein: Spärliche Streichersetze, mal Gitarre, etwas Elektronik und viel Klavier.

Ich möchte über die Handlung nicht zu viel verraten, denn das würde die Spannung nehmen. So viel nur, Paul Westen, unser tiefenpsychologisch orientierter Psychotherapeut leistet wieder ganze Arbeit an seinen Klienten. Diesmal ist er selbst noch größeren Problemen ausgesetzt, als in der ersten Staffel und strauchelt schrecklich und zweifelt an  der Sinnhaftigkeit seiner Profession.  Hier geht es ans Eingemachte, inklussive Vateraufarbeitung.

Die Klienten sind alle großartig. Ich bin wirklich immer wieder beeindruckt von der schauspielerischen Leistung aller Beteiligten, der Regie und der Kamera. In solch einem intimen Rahmen nur über die Mimik und etwas Gestik, oft nur sitzend  solche persönlichen Entwicklungen, Erkenntnisse und großes Leid darzustellen ist eine Kunst. Hier gibt es keinen Helden, der als Symbol für seine erfolgreiche Schlacht durch einen Triumphbogen in die heimatliche Hauptstadt einziehen kann. Hier gibt es nur Tränen, ein fast zu dunkles Zimmer, flüchtige Ausweichbewegungen, ein Sofa und einen Sessel, den Gang  zur Tür, ein erstarrtes Gesicht, offene oder geschlossene Augen, Themenwechsel und die Antwort auf eine Frage Pauls.  Die Fälle sind beeindruckend konzipiert, die Geschichten hinter den Fällen wunderbar sicher konstruiert und die Gesprächsführung Pauls ein sprachliches Meisterwerk.

Am Ende muss ich sagen, ich bin auch beeindruckt von der Wirkung auf mich. Andererseits ist das keine Serie für schwache Nerven. Ich habe mich selbst beobachten können, wie man anfängt bei sich selbst auf „Mustersuche“ zu gehen und plötzlich bei anderen Menschen interessante Sachen entdeckt. Ob das aber nützlich ist, wage ich zu bezweifeln.  Trotzdem, wirklich atemberaubend. Manchmal dachte ich nur "krass.". Und nach eine kleinen Pause wage ich mich an Staffel  3.

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House, Staffel 7: Guter Durchschnitt

House again. Ich vermisse Hugh Laurie alias Doktor House nach einem Jahr einfach, nicht nur, weil ich mit House angefangen habe Serien zu gucken.  IHugh Laurie ist einfach toll, sein Charakter Doktor House wirklich ein liebenswertes Arschloch und wenn das Team den Besprechungsraum betritt, denke ich, ich treffe Freunde. Nach den ersten vier Folgen habe ich eine kleine Pause gemacht,  um (Asche auf mein Haupt) mich erst einmal der leichten Unterhaltung mit „Gossip Girl“ hinzugeben.Doch nun habe ich da Ding in nicht einmal drei Tagen durchgeschaut.

Was gibt’s neues in Staffel sieben?

Nachdem nun Foreman als moralische Überwachungsinstanz nicht mehr funktioniert, braucht das Team um House eine neue Figur, die das Gewissen repräsentiert. Es kommt die hochbegabte Marta M. Masters ins Spiel. Nebenbei ist eine Inspirationsquelle für House und lockert das Team auf. Ich finde, sie entwickelt sich zu dem spannendsten Frauencharakter dieser Staffel.

Apropos Frauen. Ich bin immer wieder überwältigt von Lisa Edelstein alias Lisa Cuddy.  Nicht nur, weil sie einfach wunderschön ist. Ich vermute mal, in diesem Körper steckt eine Menge Geld und Arbeit. Beides  wurde an den richtigen Stellen investiert.  Abgesehen davon, finde ich sie ist großartig selbstironisch:

Und ihre heisere, tiefe Stimme, vor allem, wenn sie lacht!!! Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich mich in Zeiten großer Unsicherheit und Irritation einfach öfter frage: „Was würde Lisa Edelstein jetzt machen?“ Ich werde sie in der letzten Staffel sehr vermissen.

Thirteen geht und kommt wieder. Als sie sich wieder im Team etabliert, hat Masters letztes Stündlein im Team geschlagen. Aber in einer wunderbaren Folge. Masters verlässt das Team, während Wilson und House wetten, wer länger unbemerkt ein Huhn im Krankenhaus halten kann.  Urkomisch, wie diese Hühner über die Station laufen. Eine großartige Folgen ist auch jene: House muss auf die Tochter von Cuddy aufpassen und die Kleine verschluckt in einem unbeobachteten Moment eine Münze. Großartig, wie House und Wilson versuchen ohne OP die Münze aus dem Kind zu bekommen. Urkomisch. Natürlich kommt House immer wieder auf komplett absurde Ideen, um sein Team zu inspirieren. Ich mußte natürlich schrecklich oft Lachen.

Die Idee dieser Staffel scheint, dass alles für House in Ordnung kommt und alles wieder zusammen bricht: Die Abhängigkeit ist erst einmal kein Thema und er hat eine Beziehung mit Cuddy. Meine Theorie, dass wenn House lieben kann, wird  die Serie enden, denn er kann nur durch Liebe von seinem Leiden befreit werden , muss ich wohl revidieren. In Staffel acht erfahren wir, dass House sich selber heilen muss, indem er sich mit seinen Gefühlen so konfrontiert, dass sie konstruktiv wirksam werden.  So einfach es klingt, so schwer für House, denn er scheitert, verliert Cuddy und wird rückfällig. Leider hatten wir das alles schon und das System scheint irgendwo auf den Stand von Staffel drei oder vier wieder einzusteigen. Schade. Ich glaube, hier wäre mehr möglich gewesen.

Insgesamt habe ich aber den Eindruck, dass nun alles erzählt wurde. Die Geschichten sind immer noch gut, aber eben nicht mehr brillant. Ich befürchte, es bedarf nun einer ganze Menge schreiberischer Arbeit um die Figuren einer Veränderung im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten zu unterziehen.  Leider ist zu befürchten, dass nun, wo die Serie nach Staffel acht eingestampft werden soll, nicht mehr viel Energie in die Entwicklung gesteckt wird . Ich hoffe nicht, dass das Finale der siebten Staffel schon der Anfang vom Ende war. Das Ende der siebten Staffel war nämlich wirklich schwach. Schade. Als wären die Produzenten und Schreiber nicht sicher gewesen, ob es eine Staffel acht  geben wird.Oder vielleicht kochen sie das Süppchen nun einfach immer wieder auf, um mit den altbewährten Inkredenzien die Quoten zu halten.

Nun, freuen wir uns auf Hugh Laurie, wenn er bald Konzerte geben wird, endlich, wie er es sich sicher schon lange gewünscht hat.

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Gossip Girl, Staffel 4

Vermutlich war das meine letzte Staffel, ich steige aus. 

Was mich an „Gossip Girl" gereizt hat, war die Tatsache, dass man nach einer Staffel für ein halbes Jahr keine Modezeitschriften mehr lesen musste.  Die einzelnen Charaktere werden durch ihren individuellen Kleidungsstil gekennzeichnet: Serena, eher sportlich-elegant, Queen B. erst mädchen- später damenhaft, Vanessa in elegantem Street- oder Ethno-Style und Jenny seit zwei Staffeln rockig. Eric Daman, Kostümbilder der Show, hat wirklich ganze Arbeit geleistet und die Ergebnisse waren mir eine große Inspiration. Ich weiß noch, dass ich für die Hochzeit einer Freundin unbedingt den Stil der Sommerparty aus der ersten Folge der zweiten Staffel nachbauen wollte. Es hat geklappt, aber im Moment schaue ich mir lieber wieder die Streetstylefotos von Scott Schumann an. Vermutlich habe ich eine erwachsene Phase.

Wenn dem so ist, wundert es mich auch nicht, dass mich die Teenie-Geschichten der Serie langsam langweilen. Dieses nie enden wollende Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen zwischen Serena und den beiden Jungs Nate und Dan sowie die ewigen On-Off-Beziehungen zwischen Blair und Chuck oder Vanessa und Nate oder Dan und Vanessa, Lilly und Rufus oder Jenny und Nate. Ich möchte gar nicht alle Konstellationen durchexerzieren, zu viel ist einfach zu viel. Ich habe den Eindruck, dass den Schreibern langsam die Ideen ausgehen. Wenn die Charaktere kaum Entwicklungschancen durch wirklich pfiffige Ideen und spannende Wendungen erfahren können, kann man schnell eine Entwicklung aus dem Nichts kommen lassen, in Form einer emotionalen, unbegründeten Wendung und schon geht das Karussell weiter. Mir ist das zu einfach, aber der Zielgruppe genügt es vermutlich.

Natürlich liebe ich Ed Westwick alias Chuck Bass, aber er kommt mir nun wesentlich weniger sexy vor, als früher. Ich befürchte, es liegt daran, dass sich der Charakter nicht ausreichend weiterentwickelt. Chuck muss leiden, zu Boden gehen, in all seiner Tragik versuchen Gutes zu tun, um letztendlich doch wieder zu stürzen, unfähig sich vollständig selbst zu überwinden. Stattdessen haucht er, zu einem eindimensionalen Sexsymbol verkommen, nun seine Dialoge daher. Schade.

Last but not least: Die Cliffhanger waren so lahm, dass ich gar keine Motivation habe mich bei Staffel fünf wieder einzuklingen.

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